Münchener Chlorophyll-Synthese

(c) Eric Fontain

Im Jahre 1960 fand der über viele Jahrzehnte andauernde Kampf um die erste Totalsynthese eines der prominentesten Naturstoffe, des Chlorophylls, seinen erfolgreichen Abschluss. Über weite Strecken dieser Zeit stellte die Universtätsstadt München das Zentrum dieser Bemühungen dar. Bereits zum Anfang des 20. Jhdts. gelang Richard Willstätter der Abbau des Chlorophylls bis hin zum Phaephorbid und er führte hieraus die Resynthese durch Veresterung mit Phytol und Wiedereinbau des Magnesiumatoms durch. Sofort nach Abschluss seiner erfolgreichen Arbeiten am Hämin wandte sich dann Hans Fischer in den 30er Jahren dem grünen Blattfarbstoff zu. Unter Einsatz seines enormen und bis heute unerreichten Wissenstandes über die Pyrrolchemie gelang es ihm, die Struktur des Chlorophylls im Jahre 1940 aufzuklären. Die Wirren des Krieges und die damit einhergehenden chaotischen Verhältnisse in den chemischen Laboratorien bis hin zur vollständigen Zerstörung des Instituts machten es Hans Fischer jedoch unmöglich, die angestrebte Synthese erfolgreich zu Ende zu bringen.

Nach Fischers Freitod zum Kriegsende im Jahre 1945 waren seine ehemaligen Mitarbeiter zunächst um den Wiederaufbau des Instituts bemüht und so wurden erst im Laufe der 50er Jahre durch die Arbeiten von Alfred Treibs und Martin Strell neue Versuche unternommen, die noch verbliebenen Lücken im Syntheseplan Fischers zu schließen. Der entscheidende Brückenschlag vom bereits synthetisierten 2-Desvinyl-2-acetyl-isochlorin e4 zum Phaephorbid a, von dem aus bereits Willstätter die letzten Schritte zum Chlorophyll beschrieben hatte, erfolgte Anfang 1960 und wurde in einer kurzen Zuschrift [1] an die Angewandte Chemie im Februar 1960 veröffentlicht.

Die Attraktiviät dieses berühmten Moleküls zog jedoch auch andere Forschergruppen in ihren Bann. Etwa im Jahre 1956 begann Robert B. Woodward an der Harvard University in Cambridge MA sein modernes synthetisches Geschick zu konzentrieren, um im Verlauf von nur vier Jahren zu einer Totalsynthese des Phaephorbids a zu gelangen. Hierbei war eine Mitarbeiterstab von nicht weniger als 17 Chemikern aus der ganzen Welt beteiligt. Die Ergebnisse dieser Arbeiten wurden zunächst im Mai 1960 in einer kurzen Zuschrift [2] im Journal of the American Chemical Society und dann ausführlicher im August desselben Jahres in der Angewandten Chemie veröffentlicht [3].

Obwohl beide Forschergruppen an der TH München und in Harvard nahezu zeitgleich (mit 3 Monaten Vorsprung für München) die Erfolge ihrer Arbeit veröffentlichten, und auch in beiden Publikationen auf die damit erfolgte Totalsynthese von Chlorophyll hingewiesen wurde, geriet der Münchener Beitrag leider nahezu in Vergessenheit. Dies obwohl im Jahr 1960 die Münchener Chlorophyllsynthese auch durch einige internationale Journale angemessen gewürdigt wurde [4]. Doch heutzutage wird leider nurmehr Robert B. Woodward mit diesem wichtigen Meilenstein der organischen Chemie in Verbindung gebracht. „For the outstanding achievements in the art of organic synthesis“ wurde ihm daraufhin 1965 der Chemie-Nobelpreis 1965 verliehen. Natürlich hatte Woodward außer Chlorophyll auch eine Reihe weiterer komplexer Naturstoffe synthetisiert. Es muss zugegeben werden dass sein Syntheseweg zum Chlorophyll zielgerichteter und einfacher war, als es der der Münchener Gruppe es je sein konnte.

Wie es bei vielen „Totalsynthesen“ im Bereich der Naturstoffchemie der Fall ist, hat aller Wahrscheinlichkeit nach keiner der beiden Forschergruppen authentisches Material von Chlorophyll a, das aus den einfachen Pyrrolgrundbausteinen komplett synthetisiert wurde, in den Händen gehalten. Beide Syntheserouten enden beim Phaephorbid a, von dem bekannte Vollendungen der Synthesewege zum Chlorophyll verfügbar waren. Da naturgemäß auch die Arbeiten Woodwards bei einfachen Pyrrolen begannen, liegen letztendlich auch hier die Grundsteine der Synthese in den Arbeiten von Hans Fischer.

Im Bemühen, auch den Münchener Chemikern zur Anerkennung ihrer Leistungen und ihrer Verdienste zu verhelfen, habe ich mit diesem Beitrag den Versuch unternommen, die Verhältnisse um die Priorität der Chlorophyllsynthese darzustellen. Es wäre zumindest ein kleiner Erfolg, wenn die Lexika und Referateorgane (wie z.B. das Römpp-Lexikon Chemie) unter dem Stichwort „Chlorophyll“ auf die Arbeiten von Martin Strell und Alfred Treibs Bezug nehmen würden.

Die Münchener Syntheseroute zum Chlorophyll
Die Harvarder Syntheseroute zum Chlorophyll

Literatur:
[1] M. Strell, A. Kalojanoff, H. Koller „Teilsynthese des Grundkörpers von Chlorophyll a, des Phäophorbids a“, Angew. Chem. 72, 169-170 (1960).
[2] R.B. Woodward et al.“The Total Synthesis of Chlorophyll“, J. Am. Chem. Soc. 82, 3800-3802 (1960).
[3] R.B. Woodward „Totalsynthese des Chlorophylls“, Angew. Chem. 72, 651-662 (1960).
[4] „Chemists Take Different Routes to Chlorophyll a“, Chem. Eng. News, Aug 1, 36-39 (1960).

Die Münchener Syntheseroute zum Chlorophyll

Syntheseübersicht

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100 → 101

Verbindung 100: Meso-isochlorin-e4-dimethylester (eingesetzt als Fe-Komplex)

100

Meso-isochlorin-e4-dimethylester (eingesetzt als Fe-Komplex)

Asymm. Cl2CHOEt

H. Fischer, F. Gerner, Justus Liebigs Ann. Chem., 559, 77 (1947)

101 → 102

Verbindung 101: 9-Hydroxy-(desoxo)-mesomethylphaeophorbid a

101

9-Hydroxy-(desoxo)-mesomethylphaeophorbid a

KMnO4 / Pyridin

H. Fischer, F. Gerner, Justus Liebigs Ann. Chem., 559, 77 (1947)

Verbindung 102: Mesomethylphaephorbid a

102

Mesomethylphaephorbid a

200 → 201

Verbindung 200: 2,4-Dimethylpyrrol

200

2,4-Dimethylpyrrol

  1. HCN
  2. HCl oder NaOH (niedrige Temperatur)

H. Fischer, W. Zerweck, Chem. Ber., 55, 1949 (1922)

Verbindung 201: 3,5-Dimethylpyrrol-2-carbaldehyd

201 (Verwendung)

3,5-Dimethylpyrrol-2-carbaldehyd

210 → 211

Verbindung 210: Protohäminchlorid

210

Protohäminchlorid

  1. HI / AcOH
  2. Phosphoniumiodid

H. Fischer, A. Treibs, Justus Liebigs Ann. Chem., 450, 132 (1926)

Verbindung 211: Opsopyrrolcarbonsäure

211 (Verwendung)

Opsopyrrolcarbonsäure

220 → 221

Verbindung 220: 4-Ethyl-5-formyl-3-methylpyrrol-2-carbonsäureethylester

220

4-Ethyl-5-formyl-3-methylpyrrol-2-carbonsäureethylester

NaOH 10%

H. Fischer, E. Sturm, H. Friedrich, Justus Liebigs Ann. Chem., 461, 244 (1928)

Verbindung 221: 4-Ethyl-5-formyl-3-methylpyrrol-2-carbonsäure

221 (Verwendung)

4-Ethyl-5-formyl-3-methylpyrrol-2-carbonsäure

230 → 231

Verbindung 230: 2-Ethyl-3-propionyl-4-methylpyrrol

230

2-Ethyl-3-propionyl-4-methylpyrrol

H2SO4, H2O

H. Fischer, A. Kürzinger, Hoppe-Seylers Z. Physiolog. Chem., 196, 213 (1931)

Verbindung 231: 2-Ethyl-4-methylpyrrol

231 (Verwendung)

2-Ethyl-4-methylpyrrol

201 → 241, 211 → 241

Verbindung 201: 3,5-Dimethylpyrrol-2-carbaldehyd

201 (Synthese)

3,5-Dimethylpyrrol-2-carbaldehyd

+

Verbindung 211: Opsopyrrolcarbonsäure

211 (Synthese)

Opsopyrrolcarbonsäure

  1. HBr / EtOH
  2. Br2 / AcOH

H. Fischer, H. Schormüller, Justus Liebigs Ann. Chem., 473, 211 (1929)

Verbindung 241: Saures Dipyrrylmethen

241 (Verwendung)

Saures Dipyrrylmethen

221 → 251, 231 → 251

Verbindung 221: 4-Ethyl-5-formyl-3-methylpyrrol-2-carbonsäure

221 (Synthese)

4-Ethyl-5-formyl-3-methylpyrrol-2-carbonsäure

+

Verbindung 231: 2-Ethyl-4-methylpyrrol

231 (Synthese)

2-Ethyl-4-methylpyrrol

  1. HBr / EtOH
  2. Br2 / AcOH

H. Fischer, J. Helberger, Justus Liebigs Ann. Chem., 480, 235 (1930), H. Fischer, W. Seidel, L. Le Thierry d’Ennequin, Justus Liebigs Ann. Chem., 500, 137 (1933)

Verbindung 251: Basisches Methen

251 (Verwendung)

Basisches Methen

241 → 301, 251 → 301

Verbindung 241: Saures Dipyrrylmethen

241 (Synthese)

Saures Dipyrrylmethen

+

Verbindung 251: Basisches Methen

251 (Synthese)

Basisches Methen

Bernsteinsäureschmelze

A. Treibs, R. Schmidt, Justus Liebigs Ann. Chem., 577, 105 (1952)

301 → 302

Verbindung 301: 2-Desethyl-phylloporphyrin

301

2-Desethyl-phylloporphyrin

Fe(II)-acetat / NaCl
CH2N2

H.Fischer, F. Baláz, Justus Liebigs Ann. Chem., 553, 166 (1942)

302 → 303

Verbindung 302: 2-Desethyl-phylloporphyrin-methylester Fe-Komplex

302

2-Desethyl-phylloporphyrin-methylester Fe-Komplex

Na-amylat

H.Fischer, F. Baláz, Justus Liebigs Ann. Chem., 553, 166 (1942)

303 → 304

Verbindung 303: 2-Desvinyl-phyllochlorin-methylester Fe-Komplex

303

2-Desvinyl-phyllochlorin-methylester Fe-Komplex

– Fe
KOH / MeOH

M. Strell, A. Kalojanoff, Justus Liebigs Ann. Chem., 577, 97 (1952)

304 → 305

Verbindung 304: 2-Desvinyl-phyllochlorin

304

2-Desvinyl-phyllochlorin

KMnO4
Pyridin

M. Strell, A. Kalojanoff, Justus Liebigs Ann. Chem., 577, 97 (1952)

305 → 306

Verbindung 305: 2-Desvinyl-purpurin 3

305

2-Desvinyl-purpurin 3

  1. Al-isopropylat
  2. HBr / AcOH
  3. CuCN
  4. Verseifung
  5. CH2N2

M. Strell, A. Kalojanoff, Justus Liebigs Ann. Chem., 577, 97 (1952)

306 → 307

Verbindung 306: 2-Desvinyl-isochlorin e4 dimethylester

306

2-Desvinyl-isochlorin e4 dimethylester

Ac2O

H. Fischer, F. Gerner, W. Schmelz, F. Balaz, Justus Liebigs Ann. Chem., 557, 134 (1944)

307 → 308

Verbindung 307: 2-Desvinyl-2,6-diacetyl-isochlorin e4 dimethylester

307

2-Desvinyl-2,6-diacetyl-isochlorin e4 dimethylester

Benzoylchlorid

H. Fischer, F. Gerner, W. Schmelz, F. Balaz, Justus Liebigs Ann. Chem., 557, 134 (1944)

308 → 309

Verbindung 308: 2-Desvinyl-2-acetyl-isochlorin e4 dimethylester

308

2-Desvinyl-2-acetyl-isochlorin e4 dimethylester

NaBH4

M. Strell, A. Kalojanoff, H. Koller, Angew. Chem., 72, 169 (1960)

309 → 310

Verbindung 309: 2-α-Hydroxy-meso-isochlorin e4 dimethylester

309

2-α-Hydroxy-meso-isochlorin e4 dimethylester

  1. Fe(II)-acetat / NaCl
  2. Asymm. Cl2CHOEt
  3. Verseifung mit NaOH, – Fe
  4. CH2N2

M. Strell, A. Kalojanoff, H. Koller, Angew. Chem., 72, 169 (1960)

310 → 311

Verbindung 310: 2-α-Hydroxy-meso-9-hydroxy-(desoxo)-methyl-phaeophorbid a

310

2-α-Hydroxy-meso-9-hydroxy-(desoxo)-methyl-phaeophorbid a

PtO2 / O2 / AcOH

M. Strell, A. Kalojanoff, H. Koller, Angew. Chem., 72, 169 (1960)

311 → 424

Verbindung 311: 2-α-Hydroxy-mesomethyl-phaeophorbid a

311

2-α-Hydroxy-mesomethyl-phaeophorbid a

  1. HCl (partielle Verseifung)
  2. Hydrolyse

H. Fischer, H. Mittenzwei, D.B. Hevér, Justus Liebigs Ann. Chem., 545, 154 (1940)

424 → 425

Verbindung 424: Phaeophorbid a

424

Phaeophorbid a

Phytol / „Chlorophyllase“

R. Willstätter, A.Stoll, Justus Liebigs Ann. Chem., 378, 18 (1910)

425 → 426

Verbindung 425: Phaeophytin a

425

Phaeophytin a

MeMgI (Grignard)

R. Willstätter, L. Forsén, Justus Liebigs Ann. Chem., 396, 180 (1913)

Verbindung 426: Chlorophyll a

426

Chlorophyll a

Die Harvarder Syntheseroute zum Chlorophyll

Syntheseübersicht

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100 → 101

Verbindung 100: 2-Formyl-3,5-dimethyl-4-ethylpyrrol

100

2-Formyl-3,5-dimethyl-4-ethylpyrrol

Malodinitril

H. Fischer, M. Neber, Justus Liebigs Ann. Chem., 496, 1 (1932)

101 → 102

Verbindung 101: 2-(β,β-Dicyanovinyl)-3,5-dimethyl-4-ethylpyrrol

101

2-(β,β-Dicyanovinyl)-3,5-dimethyl-4-ethylpyrrol

SO2Cl2 / AcOH

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

Verbindung 102: 2-(β,β-Dicyanovinyl)-3-dimethyl-4-ethyl-5-chlor-methylpyrrol

102 (Verwendung)

2-(β,β-Dicyanovinyl)-3-dimethyl-4-ethyl-5-chlor-methylpyrrol

200 → 201

Verbindung 200: 3,5-Dicarbethoxy-4-methylpyrrol

200

3,5-Dicarbethoxy-4-methylpyrrol

  1. H2SO4
  2. Decarboxylierung

A. Treibs, R. Schmidt, R. Zinsmeister, Chem. Ber., 90, 79 (1957)

Verbindung 201: 3-Carbethoxy-4-methylpyrrol

201 (Verwendung)

3-Carbethoxy-4-methylpyrrol

299 → 300

Verbindung 299: 2,5-Dicarbethoxy-3-methyl-4-(β,β-dicyanovinyl)-pyrrol

299

2,5-Dicarbethoxy-3-methyl-4-(β,β-dicyanovinyl)-pyrrol

H. Fischer, K. Zeile, Justus Liebigs Ann. Chem., 483, 251 (1930)

300 → 301

Verbindung 300: 2,5-Dicarboxy-3-methyl-4-formylpyrrol

300

2,5-Dicarboxy-3-methyl-4-formylpyrrol

CH3NO2

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

301 → 302

Verbindung 301: 2,5-Dicarboxy-3-methyl-4-(β-nitrovinyl)-pyrrol

301

2,5-Dicarboxy-3-methyl-4-(β-nitrovinyl)-pyrrol

NaBH4

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

302 → 303

Verbindung 302: 2,5-Dicarboxy-3-methyl-4-(β-nitroethyl)-pyrrol

302

2,5-Dicarboxy-3-methyl-4-(β-nitroethyl)-pyrrol

Decarboxylierung

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

303 → 304

Verbindung 303: 3-Methyl-4-(β-nitroethyl)-pyrrol

303

3-Methyl-4-(β-nitroethyl)-pyrrol

H2 / PtO2 (Reduktion)

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

Verbindung 304: 3-Methyl-4-(β-aminoethyl)-pyrrol

304 (Verwendung)

3-Methyl-4-(β-aminoethyl)-pyrrol

400 → 401

Verbindung 400: 2-Formyl-3-methyl-4-(β-carboxyethyl)-pyrrol

400

2-Formyl-3-methyl-4-(β-carboxyethyl)-pyrrol

CH2N2

H. Fischer, Z. Csukás, Justus Liebigs Ann. Chem., 508, 175 (1934)

Verbindung 401: 2-Formyl-3-methyl-4-(β-carbomethoxyethyl)-pyrrol

401 (Verwendung)

2-Formyl-3-methyl-4-(β-carbomethoxyethyl)-pyrrol

102 → 202, 201 → 202

Verbindung 102: 2-(β,β-Dicyanovinyl)-3-dimethyl-4-ethyl-5-chlor-methylpyrrol

102 (Synthese)

2-(β,β-Dicyanovinyl)-3-dimethyl-4-ethyl-5-chlor-methylpyrrol

+

Verbindung 201: 3-Carbethoxy-4-methylpyrrol

201 (Synthese)

3-Carbethoxy-4-methylpyrrol

HCl / Ethanol / H2O

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

202 → 203

Verbindung 202: 3',4-Dimethyl-3-ethyl-4'-carbethoxy-5-(β,β-dicyano-vinyl)-3-dipyrrylmethan

202

3′,4-Dimethyl-3-ethyl-4′-carbethoxy-5-(β,β-dicyano-vinyl)-3-dipyrrylmethan

Struktur des Reagenzes für die Harvard-Reaktion 202 → 203

ZnCl2 wasserfrei

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

203 → 204

Verbindung 203: 3',4-Dimethyl-3-ethyl-4'-carbethoxy-5-(β,β-dicyano-vinyl)-5'-(β-carbomethoxypropionyl)-dipyrrylmethan

203

3′,4-Dimethyl-3-ethyl-4′-carbethoxy-5-(β,β-dicyano-vinyl)-5′-(β-carbomethoxypropionyl)-dipyrrylmethan

  1. NaOH
  2. Diazomethan

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

204 → 205

Verbindung 204: 3',4-Dimethyl-3-ethyl-4'-carbomethoxy-5-formyl-5'-(β-carbomethoxypropionyl)-dipyrrylmethan

204

3′,4-Dimethyl-3-ethyl-4′-carbomethoxy-5-formyl-5′-(β-carbomethoxypropionyl)-dipyrrylmethan

Ethylamin

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

205 → 206

Verbindung 205: 3',4-Dimethyl-3-ethyl-4'-carbomethoxy-5-(N-ethylform-imino)-5'-(β-carbomethoxypropionyl)-dipyrrylmethan

205

3′,4-Dimethyl-3-ethyl-4′-carbomethoxy-5-(N-ethylform-imino)-5′-(β-carbomethoxypropionyl)-dipyrrylmethan

H2S, C6H6 / MeOH, NaOMe

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

Verbindung 206: 3',4-Dimethyl-3-ethyl-4'-carbomethoxy-5-thioformyl-5'-(β-carbomethoxypropionyl)-dipyrrylmethan

206 (Verwendung)

3′,4-Dimethyl-3-ethyl-4′-carbomethoxy-5-thioformyl-5′-(β-carbomethoxypropionyl)-dipyrrylmethan

304 → 310, 401 → 310

Verbindung 304: 3-Methyl-4-(β-aminoethyl)-pyrrol

304 (Synthese)

3-Methyl-4-(β-aminoethyl)-pyrrol

+

Verbindung 401: 2-Formyl-3-methyl-4-(β-carbomethoxyethyl)-pyrrol

401 (Synthese)

2-Formyl-3-methyl-4-(β-carbomethoxyethyl)-pyrrol

HBr / MeOH

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

310 → 311

Verbindung 310: 3,3'-Dimethyl-4-(β-aminoethyl)-4'-(β-carbomethoxy-ethyl)-dipyrromethen-dihydrobromid

310

3,3′-Dimethyl-4-(β-aminoethyl)-4′-(β-carbomethoxy-ethyl)-dipyrromethen-dihydrobromid

NaBH4

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

Verbindung 311: 3,3'-Dimethyl-4-(β-aminoethyl)-4'-(β-carbomethoxy-ethyl)-dipyrrylmethan

311 (Verwendung)

3,3′-Dimethyl-4-(β-aminoethyl)-4′-(β-carbomethoxy-ethyl)-dipyrrylmethan

311 → 410, 206 → 410

Verbindung 311: 3,3'-Dimethyl-4-(β-aminoethyl)-4'-(β-carbomethoxy-ethyl)-dipyrrylmethan

311 (Synthese)

3,3′-Dimethyl-4-(β-aminoethyl)-4′-(β-carbomethoxy-ethyl)-dipyrrylmethan

+

Verbindung 206: 3',4-Dimethyl-3-ethyl-4'-carbomethoxy-5-thioformyl-5'-(β-carbomethoxypropionyl)-dipyrrylmethan

206 (Synthese)

3′,4-Dimethyl-3-ethyl-4′-carbomethoxy-5-thioformyl-5′-(β-carbomethoxypropionyl)-dipyrrylmethan

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

410 → 411

Verbindung 410

410

HCl / MeOH

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

411 → 412

Verbindung 411: "Hydroporphyrin"-Salz

411

„Hydroporphyrin“-Salz

  1. I2 im Überschuss
  2. Ac2O / Pyridin

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

412 → 413

Verbindung 412: "Porphyrin"

412

„Porphyrin“

Luft / AcOH

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

413 → 414

Verbindung 413: "Porphyrin"

413

„Porphyrin“

N2 / AcOH

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

414 → 415

Verbindung 414: "Purpurin"

414

„Purpurin“

  1. HCl / MeOH
  2. Me2SO4 + NaOH / MeOH

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

415 → 416

Verbindung 415: "Purpurin"

415

„Purpurin“

Luft / sichtbares Licht

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

416 → 417

Verbindung 416: "Purpurin"

416

„Purpurin“

NaOH / MeOH

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

417 → 418

Verbindung 417: Isopurpurin 5 methylester

417

Isopurpurin 5 methylester

NaOH / Dioxan / H2O

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

418 → 419

Verbindung 418: Chlorin 5

418

Chlorin 5

Racematspaltung
über das Chininsalz

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

419 → 420

Verbindung 419: Chlorin 5 (optisch aktiv)

419

Chlorin 5 (optisch aktiv)

CH2N2

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

420 → 421

Verbindung 420: Purpurin 5 dimethylester (optisch aktiv)

420

Purpurin 5 dimethylester (optisch aktiv)

HCN in CH2Cl2 / NMe3

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

421 → 422

Verbindung 421

421

  1. Zn / AcOH
  2. CH2N2

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

422 → 423

Verbindung 422: Chlorin e6 dimethylesternitril

422

Chlorin e6 dimethylesternitril

HCl / MeOH

R.B. Woodward et al., J. Am. Chem. Soc., 82, 3800 (1960)

423 → 424

Verbindung 423: Chlorin e6 trimethylester

423

Chlorin e6 trimethylester

Cf. A. Stoll, E. Wiedemann, Fortschr. chem. Forsch., 2, 538 (1952)

424 → 425

Verbindung 424: Phaeophorbid a

424

Phaeophorbid a

Phytol / „Chlorophyllase“

R. Willstätter, A.Stoll, Justus Liebigs Ann. Chem., 378, 18 (1910)

425 → 426

Verbindung 425: Phaeophytin a

425

Phaeophytin a

MeMgI (Grignard)

R. Willstätter, L. Forsén, Justus Liebigs Ann. Chem., 396, 180 (1913)

Verbindung 426: Chlorophyll a

426

Chlorophyll a

Nummerierungsschemata des Chlorophylls

Nummerierungsschema von Chlorophyll a: H. Fischer et al.

Chlorophyll a

H. Fischer et al.

Nummerierungsschema von Chlorophyll a: H. Scheer et al., Photochem. Photobiol., 43, 559 (1986)

Chlorophyll a

H. Scheer et al.,
Photochem. Photobiol., 43, 559 (1986)