Das Leben und Wirken Hans Fischers wird im Buch von Alfred Treibs aus dem Jahr 1971 detailliert beschrieben. Das Werk wird von der Hans-Fischer-Gesellschaft in elektronischer Form ohne weitere Kosten zur Verfügung gestellt und kann durch einen Mausklick auf das Buchsymbol als PDF-Datei heruntergeladen werden (21 MB). Zum Öffnen der Datei wird der Acrobat Reader benötigt (www.acrobat.com).

Eine weitere Einführung sei dem Vorwort des Autors, Herrn Prof. Alfred Treibs, überlassen.

Das Leben und Wirken Hans Fischers (DOWNLOAD)

Hans Fischer war einer unserer bedeutendsten Chemiker. Mit einem ungewöhnlichen Elan hat er es verstanden, einen großen Kreis von Mitarbeitern für sein Ziel, die Erforschung der Pyrrolfarbstoffe, zu begeistern. Ihm war es vergönnt, die Konstitutionsermittlung des Hämins und der Porphyrine, des Chlorophylls, Bilirubins, um nur die wichtigsten zu nennen, durchzuführen. Für die Synthese der Porphyrine und des Hämins wurde ihm der Nobelpreis verliehen, die Synthese des Bilirubins gelang und auch noch die Synthese des Dihydro-Chlorophylls.
Das Lebenswerk Hans Fischers hat einen ungewöhnlichen Umfang. Es ist niedergelegt in 500 Veröffentlichungen, meist von bedeutendem Umfang, und Teilgebiete sind unter seiner Mitwirkung überdies nur unter dem Namen von Mitarbeitern publiziert worden. Eine umfangreiche Zusammenfassung der älteren Literatur und seiner Arbeiten, das 3-bändige Werk H. Fischer und H. Orth „Die Chemie des Pyrrols“, war nur als Laboratoriums-Handbuch gedacht und ist daher noch heute wertvoll und kürzlich in den USA als Photokopie neu verlegt worden.
Auch heute noch sind seine Arbeiten aktuell und das Fundament künftiger Forschung, die aus vielen Gründen neu auflebt. H. Fischer hat mit der Monographie keinen Einblick in seine Ideen geben wollen und theoretische Gesichtspunkte eher ausgespart.
Wichtige Befunde hat er daher oft wenig herausgestellt und viele sind in der Fülle des Materials schwer auffindbar. Die Beweisführung zur Konstitution des Bilirubins und vor allem des Chlorophylls ist so kompliziert, dazu mit synthetischen Befunden durchsetzt, daß sie bisher noch niemals auch nur annähernd richtig zusammengefaßt worden sind.
Das soll hier nachgeholt werden und damit soll auch die Arbeitsweise H. Fischers mit den klassischen Methoden der organischen Chemie aufgezeigt werden. Zukünftigen Arbeiten, die mit den modernen Methoden viel Aussicht auf Erfolg haben, soll der Weg bereitet werden.
Die Förderung der Drucklegung dieses Werkes verdanke ich Mitgliedern der Hans Fischer-Gesellschaft e.V., insbesondere Herrn Dr. Herbert Berg, Direktor der Wacker-Chemie GmbH München, Herrn Dr. Anton Kalojanoff , Technische Universität München, und der Münchner Bankenvereinigung.
A. Treibs, München, 1. Februar 1971

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.